Barock

Licht, Bewegung und Gefühle – eine Kunst, die überzeugen, überwältigen und berühren wollte.

Der Barock entstand um 1600 in Rom, wo die katholische Kirche die Gläubigen mit einer Kunst zurückgewinnen wollte, die unmittelbar zu den Gefühlen sprach. Caravaggio ließ heilige Gestalten im scharfen Licht aus dem Dunkel treten. Bernini brachte den Marmor in Bewegung und machte aus Kirchenräumen Theater.

Die Könige nutzten den Barock, um Macht zu zeigen. Versailles wurde zum Vorbild für Schlösser in ganz Europa – auch für Drottningholm und das Stockholmer Schloss. Rubens malte üppige, wirbelnde Bilder für Könige und Kirchen.

Im protestantischen Holland sah die Kunst anders aus. Dort kauften Bürger Gemälde für ihre Häuser: Porträts, Landschaften, Stillleben und Alltagsszenen. Rembrandt, Vermeer und Frans Hals wirkten im Goldenen Zeitalter der Niederlande, als Tausende von Malern von einem offenen Markt lebten.